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Merz betont Dringlichkeit der Bundeswehrstärkung
Cybersecurity

Merz betont Dringlichkeit der Bundeswehrstärkung

Merz betont Dringlichkeit der Bundeswehrstärkung

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 13. Juni 2026 bei einem Rekruten-Gelöbnis in Medebach die Notwendigkeit einer verstärkten Bundeswehr betont. Er wies auf die wachsenden Gefahren durch hybride Angriffe, Cyberattacken und Desinformationskampagnen hin. Merz erklärte, dass diese Bedrohungen nicht nur die europäische Friedensordnung, sondern auch die Sicherheit in Deutschland und Europa insgesamt gefährden. Vor rund 110 Rekruten der Panzerbrigade 21 "Lipperland" hob Merz hervor, dass die Bundeswehr mit einem ehrgeizigen Zeitplan wachse.

Er kündigte an, dass durch den neuen Wehrdienst wieder mehr Soldatinnen und Soldaten eingestellt würden. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Streitkräfte und zur Erhöhung der Reservistenanzahl. Die militärische Ausrüstung der Bundeswehr soll ebenfalls verstärkt werden. Merz betonte, dass der "Motor unserer Verteidigungsindustrie wieder angesprungen" sei. Diese Investitionen seien notwendig für die deutsche, europäische und transatlantische Sicherheit.

Der Kanzler machte deutlich, dass die Bundesregierung bereit sei, "die größten Kraftanstrengungen zu leisten für unsere Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit". Merz erinnerte sich an sein eigenes Gelöbnis vor über 50 Jahren und stellte fest, dass die Bundeswehr heute in der Mitte der Gesellschaft stehe. "Die Bundesregierung und die deutsche Bevölkerung stehen hinter Ihnen", sagte er zu den Rekruten. Dies sei ein Zeichen des Wandels in der Wahrnehmung der Streitkräfte in der Gesellschaft. Der Kanzler betonte, dass die Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst unter veränderten sicherheitspolitischen Vorzeichen leisten.

Er verwies auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands in Europa und stellte klar, dass Frieden und Freiheit nicht kostenlos seien. Merz forderte die Soldaten auf, bereit zu sein, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, auch im Ernstfall mit ihrem eigenen Leben. Die Bundeswehr soll sich künftig klar auf die Landes- und Bündnisverteidigung konzentrieren. Merz erklärte, dass die Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten zur Verteidigung entscheidend für die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit sei. "Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen", sagte er und sprach von der Notwendigkeit einer starken Verteidigung.

Die Ansprache fand auf dem Marktplatz in Medebach statt, wo die Rekruten feierlich zur Verfassung und zum Dienst für Deutschland schworen. Merz hob hervor, dass die Bundeswehr und ihre Soldaten eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen. Dies sei ein Zeichen für die Unterstützung der Streitkräfte durch die Bevölkerung. Die Bundesregierung plant, die Bundeswehr bis 2030 auf eine Stärke von 200.000 aktiven Soldaten zu erhöhen. Dies ist Teil einer umfassenden Reform, die auch die Verbesserung der militärischen Ausrüstung und Infrastruktur umfasst.

Merz betonte, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Bundeswehr hat in den letzten Jahren bereits mehrere neue Rüstungsprojekte initiiert, darunter die Beschaffung moderner Kampfflugzeuge und die Aufrüstung von Panzern. Merz kündigte an, dass die Bundesregierung auch in Zukunft in die Verteidigungsindustrie investieren werde, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu gewährleisten. Die Ansprache von Merz fand in einem Kontext statt, in dem die NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.

Deutschland hat sich verpflichtet, die NATO-Zielmarke von 2 % des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben zu erreichen. Merz betonte, dass dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung der transatlantischen Sicherheit sei. Die Rekruten, die an dem Gelöbnis teilnahmen, sind Teil einer neuen Generation von Soldaten, die in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld dienen werden. Merz schloss seine Ansprache mit den Worten: "Die Bereitschaft, für unsere Werte zu kämpfen, ist der Schlüssel zu unserer Sicherheit."

Tags: Bundeswehr Merz Sicherheitspolitik Rekruten Verteidigung NATO Deutschland Medebach

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