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124 Millionen Passwörter durch Infostealer-Malware kompromi
Cybersecurity

124 Millionen Passwörter durch Infostealer-Malware kompromittiert

124 Millionen Passwörter durch Infostealer-Malware kompromittiert

Der Datenleck-Prüfdienst Have I Been Pwned (HIBP) hat am 15. Juni 2026 eine erhebliche Erweiterung seiner Datenbank bekannt gegeben. In dieser neuen Sammlung sind 124 Millionen Passwörter und 56,3 Millionen E-Mail-Adressen enthalten. Diese Daten stammen nicht aus einem einzelnen Hackerangriff, sondern wurden direkt von infizierten Computern und Geräten erfasst. Die Informationen wurden durch sogenannte Infostealer-Malware gesammelt, die auf den betroffenen Systemen gespeicherte Zugangsdaten ausliest.

Laut HIBP handelt es sich um eine Sammlung von Stealer-Logs, die aus Hunderten Millionen einzelner Datensätze bestehen. Die neu identifizierten Daten wurden in die Passwort-Datenbank „Pwned Passwords“ aufgenommen, die es Nutzern ermöglicht, ihre Passwörter auf Kompromittierung zu überprüfen. Infostealer-Malware ist derzeit eines der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge von Cyberkriminellen. Diese Schadsoftware durchsucht Windows-PCs und andere Geräte nach gespeicherten Passwörtern, Browserdaten und weiteren sensiblen Informationen. Ein großes Problem ist, dass viele Nutzer nicht bemerken, wenn sich solche Schadprogramme auf ihren Geräten eingenistet haben, was zu einem langfristigen Abgreifen von Zugangsdaten führen kann.

Die aktuelle Datensammlung verdeutlicht, dass Zugangsdaten nicht nur durch Datenlecks bei Unternehmen gefährdet sind, sondern auch direkt von den Endgeräten der Nutzer abgegriffen werden können. Nutzer, die ihre E-Mail-Adresse in der neuen Sammlung überprüfen möchten, können dies über die Plattform von Have I Been Pwned tun. Der Dienst bietet auch die Möglichkeit, sich für automatische Benachrichtigungen zu registrieren, um über zukünftige Datenlecks informiert zu werden. Wer seine E-Mail-Adresse oder Passwörter in der neuen Sammlung findet, sollte umgehend handeln. Es wird empfohlen, betroffene Passwörter sofort zu ändern, insbesondere wenn dieselbe Kombination auch bei anderen Online-Diensten verwendet wird.

Cyberkriminelle nutzen häufig solche Kombinationen bei sogenannten Credential-Stuffing-Angriffen, um unbefugten Zugriff auf Konten zu erlangen. Zusätzlichen Schutz bietet die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese Sicherheitsmaßnahme stellt sicher, dass ein gestohlenes Passwort allein nicht ausreicht, um auf ein Konto zuzugreifen. Die Implementierung von 2FA wird von Sicherheitsexperten dringend empfohlen, um das Risiko eines unbefugten Zugriffs zu minimieren. Die genaue Art der Malware, die hinter den erfassten Daten steckt, wurde von Have I Been Pwned nicht spezifiziert.

Auch Informationen zur ursprünglichen Quelle der Datensammlung wurden nicht bereitgestellt. Die anhaltende Bedrohung durch Infostealer-Malware erfordert von Nutzern ein erhöhtes Bewusstsein für die Sicherheit ihrer Daten. Die Veröffentlichung dieser Daten unterstreicht die Notwendigkeit, regelmäßig Passwörter zu ändern und Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass ihre Daten jederzeit gefährdet sein können, und entsprechende Vorkehrungen treffen. Die Sicherheitslage bleibt angespannt, und die Bedrohung durch Cyberkriminalität nimmt weiter zu.

Die Datenbank von Have I Been Pwned wird kontinuierlich aktualisiert, um die neuesten Bedrohungen zu berücksichtigen. Nutzer sollten sich regelmäßig über die Sicherheit ihrer Konten informieren und proaktive Maßnahmen ergreifen, um ihre Daten zu schützen. Die aktuelle Erweiterung der Datenbank zeigt, dass die Bedrohung durch Infostealer-Malware ernst genommen werden muss. Am 15. Juni 2026 wurden die neuen Datensätze in die HIBP-Datenbank aufgenommen, was die Dringlichkeit unterstreicht, die eigenen Sicherheitspraktiken zu überprüfen.

Tags: Cybersecurity Datenleck Infostealer Passwörter HIBP Malware

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