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Alicia von Schenk: Deutschlands jüngste Professorin für KI
Künstliche Intelligenz

Alicia von Schenk: Deutschlands jüngste Professorin für KI

Alicia von Schenk: Deutschlands jüngste Professorin für KI

Alicia von Schenk hat mit nur 30 Jahren den Lehrstuhl für "Economics of AI" an der Universität Würzburg gegründet. Ihre Forschung konzentriert sich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Integration in verschiedene Branchen. In einem aktuellen Interview äußerte sie sich kritisch über den gegenwärtigen Hype um KI-Technologien und betonte die Notwendigkeit, hinter die Fassade des Hypes zu blicken. Die Professorin sieht in der gegenwärtigen Diskussion um KI oft eine Überbewertung der Technologie. Sie warnt davor, dass viele Unternehmen und Institutionen die langfristigen Herausforderungen und ethischen Fragestellungen, die mit der Implementierung von KI verbunden sind, vernachlässigen.

Ihrer Meinung nach ist es entscheidend, dass die Gesellschaft sich nicht nur auf die kurzfristigen Vorteile konzentriert, sondern auch die möglichen Risiken und Nebenwirkungen in Betracht zieht. Ein zentrales Anliegen von von Schenk ist die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte im Bereich KI. Sie fordert eine umfassende Integration von KI-Themen in die Lehrpläne der Universitäten, um Studierende auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft vorzubereiten. Dies umfasst sowohl technische Fähigkeiten als auch ein tiefes Verständnis für die ethischen und sozialen Implikationen von KI. Die Professorin hebt hervor, dass der KI-Boom nicht nur technologische Innovationen mit sich bringt, sondern auch tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt.

Viele traditionelle Berufe könnten durch Automatisierung gefährdet sein, während gleichzeitig neue Berufsfelder entstehen. Diese Transformation erfordert eine proaktive Herangehensweise an die Weiterbildung und Umschulung von Arbeitskräften. Ein weiterer Aspekt, den von Schenk anspricht, ist die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Sie betont, dass die Entwicklung von KI-Lösungen nicht nur technisches Wissen erfordert, sondern auch Kenntnisse in Bereichen wie Psychologie, Soziologie und Ethik. Diese interdisziplinäre Perspektive könnte dazu beitragen, KI-Systeme zu entwickeln, die nicht nur effizient, sondern auch sozial verantwortlich sind.

Die Universität Würzburg plant, in den kommenden Jahren ihre Forschungsaktivitäten im Bereich KI auszubauen. Dies umfasst die Einrichtung neuer Forschungszentren und die Förderung von Kooperationen mit der Industrie. Von Schenk sieht hierin eine Chance, die Universität als führenden Standort für KI-Forschung in Deutschland zu positionieren. Die Professorin ist überzeugt, dass eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI-Technologien entscheidend für die Zukunft der Gesellschaft ist. Sie fordert eine stärkere Einbindung von Politikern und Entscheidungsträgern in die Diskussion über die Regulierung von KI.

Ihrer Meinung nach sollten klare Richtlinien und Standards entwickelt werden, um die Sicherheit und Ethik in der Anwendung von KI zu gewährleisten. Abschließend betont von Schenk die Bedeutung von Transparenz in der KI-Forschung. Sie fordert, dass Unternehmen und Institutionen offen über ihre KI-Entwicklungen kommunizieren und die Öffentlichkeit in die Diskussion einbeziehen. Nur so könne das Vertrauen in diese Technologien gestärkt werden. "Wir müssen sicherstellen, dass KI zum Wohle aller eingesetzt wird", sagte sie in einem Interview. Die Universität Würzburg plant, im Wintersemester 2026/2027 einen neuen Studiengang im Bereich KI einzuführen, der sowohl technische als auch ethische Aspekte abdeckt.

Tags: KI Alicia von Schenk Universität Würzburg Wirtschaft Ethik Technologie Bildung Forschung

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