Alicia von Schenk leitet Lehrstuhl für KI-Ökonomie
Alicia von Schenk hat mit nur 30 Jahren den Lehrstuhl für "Economics of AI" an der Universität Würzburg ins Leben gerufen. Ihre Berufung erfolgt inmitten eines rasanten Wachstums der Künstlichen Intelligenz (KI) in Deutschland und weltweit. Von Schenk, die zuvor an renommierten Institutionen wie der Stanford University und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätig war, bringt umfangreiche Erfahrung in der Forschung und Lehre mit. Der neue Lehrstuhl soll nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte der KI untersuchen, sondern auch deren gesellschaftliche Auswirkungen. Von Schenk betont, dass es wichtig sei, über den aktuellen Hype hinauszuschauen und die langfristigen Konsequenzen der Technologie zu analysieren.
Sie sieht die Notwendigkeit, die ethischen und sozialen Implikationen von KI in den Vordergrund zu rücken. Ein zentrales Anliegen von Schenk ist die Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften im Bereich der KI-Ökonomie. Der Lehrstuhl wird interdisziplinäre Programme anbieten, die Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen ansprechen sollen. Dies umfasst sowohl technische als auch wirtschaftliche Perspektiven, um ein umfassendes Verständnis der Technologie zu fördern. Die Universität Würzburg plant, in den kommenden Jahren mehrere Forschungsprojekte zu starten, die sich mit der Anwendung von KI in verschiedenen Sektoren befassen.
Dazu gehören unter anderem die Gesundheitswirtschaft, die Automobilindustrie und die Finanzbranche. Von Schenk sieht hier großes Potenzial für Innovationen, die durch KI ermöglicht werden. Ein weiterer Fokus des Lehrstuhls wird die Zusammenarbeit mit der Industrie sein. Von Schenk möchte Partnerschaften mit Unternehmen eingehen, um praxisnahe Forschungsprojekte zu realisieren. Diese Kooperationen sollen dazu beitragen, die Kluft zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung zu überbrücken.
Die Diskussion um die Regulierung von KI-Technologien ist ein weiteres Thema, das von Schenk ansprechen möchte. Sie fordert eine umfassende Debatte über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die Technologie verantwortungsvoll zu nutzen. Ihrer Meinung nach ist es entscheidend, dass Gesetzgeber und Wissenschaftler gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Gründung des Lehrstuhls fällt in eine Zeit, in der die Nachfrage nach KI-Experten in Deutschland stark ansteigt. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom wird bis 2028 ein Bedarf von über 100.000 Fachkräften im Bereich Künstliche Intelligenz erwartet.
Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, akademische Programme zu schaffen, die auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes eingehen. Von Schenk hat bereits mehrere Publikationen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von KI veröffentlicht. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Analyse von Märkten, die durch KI-Technologien transformiert werden. Sie ist überzeugt, dass ein besseres Verständnis dieser Dynamiken entscheidend ist, um die Vorteile von KI optimal zu nutzen. Die Universität Würzburg plant, den Lehrstuhl in den kommenden Monaten weiter auszubauen.
Geplant sind unter anderem öffentliche Vorträge und Workshops, die sich mit aktuellen Themen der KI-Ökonomie befassen. Diese Veranstaltungen sollen sowohl Studierenden als auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die ersten Veranstaltungen sind für das kommende Wintersemester 2026/2027 angesetzt. Von Schenk hofft, dass diese Initiativen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz zu schärfen. "Wir müssen die Diskussion über KI auf eine breitere Basis stellen und alle gesellschaftlichen Akteure einbeziehen", sagt Alicia von Schenk.
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