Telekom und Rheinmetall entwickeln Drohnenabwehrsystem
Die Deutsche Telekom und der Rüstungskonzern Rheinmetall haben eine Kooperation zur Entwicklung eines Abwehrsystems gegen Drohnen angekündigt. Ziel ist es, Städte und kritische Infrastrukturen in Deutschland zu schützen. Das geplante Schutzkonzept kombiniert Aspekte der Cybersicherheit mit physischen Abwehrmaßnahmen. Die Telekom bringt ihre umfangreiche Erfahrung im Bereich der Drohnensicherheit in die Zusammenarbeit ein. Seit 2017 arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen Behörden und Firmen zusammen, um kritische Infrastrukturen und Großveranstaltungen gegen Drohnenangriffe abzusichern.
Bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 konnte die Telekom illegale Drohnenflüge erfolgreich erkennen, Details zur Abwehr wurden jedoch nicht veröffentlicht. Ein zentrales Element der Drohnenabwehr ist die Erkennung von Funksignalen. Die Telekom setzt hierfür RF-Sensoren ein, die mehr als 90 Prozent aller Drohnen im unteren Luftraum sichtbar machen. Diese Sensoren arbeiten passiv und stören keine anderen Mobilfunktechniken, was ihre Installation an Funkmasten ermöglicht. Besonders in städtischen Gebieten haben sich diese Sensoren als effektiv erwiesen.
Die Telekom testet verschiedene Sensoren internationaler Hersteller an Flughäfen. Dazu gehören Video-, Audio- und Radiofrequenzsensoren sowie Drohnenradar. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erkennung von Drohnen, die über Mobilfunknetze gesteuert werden. In diesem Bereich kooperiert die Telekom mit der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, um neue Methoden zur Identifizierung solcher Drohnen zu entwickeln. Rheinmetall bringt seine Expertise in der Entwicklung von Flugabwehrsystemen in die Partnerschaft ein.
Das Unternehmen hat bereits Erfahrung mit der Entwicklung von Drohnen, einschließlich militärischer Anwendungen wie der Rheinmetall Combat Drone. Im Rahmen der Kooperation mit der Telekom wird Rheinmetall Technologien zur Störung von Drohnensignalen (Jammer) und zur Abwehr durch Abfangdrohnen entwickeln. Die genauen Details der Zusammenarbeit zwischen Telekom und Rheinmetall wurden bislang nicht veröffentlicht. Es ist jedoch bekannt, dass Rheinmetall auch an der Entwicklung von Lasersystemen zur Drohnenabwehr arbeitet. Diese Technologien könnten in Zukunft Teil des neuen Abwehrsystems werden.
Die Notwendigkeit eines effektiven Drohnenabwehrsystems wird durch die zunehmende Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge unterstrichen. Immer mehr Drohnen werden für illegale Aktivitäten eingesetzt, was die Sicherheit von Menschen und Infrastrukturen gefährdet. Die Telekom und Rheinmetall reagieren auf diese Herausforderungen mit ihrer neuen Initiative. Die Entwicklung des Drohnenabwehrsystems könnte auch Auswirkungen auf die Sicherheitsstrategien in anderen Ländern haben. Die Kombination aus Cybersicherheit und physischer Abwehr könnte als Modell für ähnliche Projekte international dienen.
ersten Ergebnisse der Kooperation werden in den kommenden Monaten erwartet. Die Telekom hat bereits Erfahrungen mit der Sicherung von Großveranstaltungen und kritischen Infrastrukturen gesammelt. Die Zusammenarbeit mit Rheinmetall könnte die Möglichkeiten zur Abwehr von Drohnen erheblich erweitern. Die ersten Tests des neuen Systems sind für das dritte Quartal 2026 geplant.
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