Trump besucht China: Symbolik und Handelsgespräche
US-Präsident Donald Trump besuchte von Mittwoch bis Freitag, dem 13. bis 15. Mai 2026, China, um mit Staatschef Xi Jinping über verschiedene Themen zu diskutieren. Der Besuch war von symbolischen Gesten geprägt, während konkrete Ergebnisse in den wesentlichen Streitfragen zwischen den beiden Ländern ausblieben. Insbesondere die Themen Iran und Taiwan sorgten für unterschiedliche Schwerpunkte in den Gesprächen.
Trump und Xi sprachen über den anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China. Nach Angaben der US-Regierung wurden Verabredungen im wirtschaftlichen Bereich getroffen, insbesondere in den Sektoren Flugzeugbau und Agrarwirtschaft. Trump erwähnte, dass China beabsichtige, mehr als 200 Flugzeuge des US-Herstellers Boeing zu kaufen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit könnte es sogar zu einem Auftrag über bis zu 750 Maschinen kommen, was Trump als "den größten Auftrag aller Zeiten" bezeichnete. Zusätzlich profitiere General Electric von den Geschäften, da China für die Boeing-Flugzeuge zwischen 400 und 450 Triebwerke erwerben wolle.
Trotz dieser positiven Handelsnachrichten gab es keine Gespräche über mögliche Zollsenkungen zwischen den beiden Ländern. Trump betonte, dass "viele großartige Handelsabkommen" geschlossen worden seien, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Ein zentrales Thema war auch die Straße von Hormus, die für den internationalen Energiehandel von großer Bedeutung ist. Trump erklärte, dass beide Seiten sich einig seien, dass die Meerenge offen bleiben müsse. Xi äußerte sich gegen eine Militarisierung der Straße und sprach sich gegen Gebühren für die Durchfahrt aus.
Zudem signalisierten die USA, dass China Interesse am Kauf von mehr US-Öl habe. Die chinesische Darstellung des Themas war zunächst zurückhaltend. Später forderte China eine dauerhafte Waffenruhe im Konflikt um die Straße von Hormus, ohne jedoch auf mögliche Öl-Käufe einzugehen. Trump plant, in den kommenden Tagen zu entscheiden, ob er Sanktionen gegen chinesische Firmen, die iranisches Öl beziehen, lockern wird. Diese Sanktionen betreffen unter anderem Raffinerien, die Rohöl aus dem Iran verarbeiten.
Ein weiteres wichtiges Thema war Taiwan, wo Trump keine klaren Zusagen machte. Der US-Präsident ließ offen, ob er einen in der Schwebe hängenden Rüstungsverkauf im Wert von 14 Milliarden US-Dollar genehmigen würde. Auf die Frage, ob die USA Taiwan verteidigen würden, antwortete Trump: "Ich will das nicht sagen." Er betonte, dass nur er die Antwort kenne und dass Xi ihn ebenfalls danach gefragt habe. Die Gespräche zwischen Trump und Xi waren von einem freundlichen Ton geprägt, jedoch blieben viele zentrale Fragen unbeantwortet. Die unterschiedlichen Erzählungen der beiden Seiten lassen darauf schließen, dass es an einem gemeinsamen Verständnis mangelt.
Während die USA auf wirtschaftliche Fortschritte setzen, betont China geopolitische Stabilität und Sicherheit in der Region. Trump äußerte sich optimistisch über die Ergebnisse des Besuchs, betonte jedoch, dass die Verhandlungen weitergehen müssen. Die Komplexität der Themen, insbesondere im Hinblick auf den Iran und Taiwan, könnte die zukünftigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinflussen. Der Besuch endete ohne klare Vereinbarungen, die die bestehenden Spannungen in den bilateralen Beziehungen hätten entschärfen können.
Die Gespräche fanden in einem Kontext statt, in dem China als wichtigster Importeur von iranischem Öl gilt. Die USA haben in der Vergangenheit Sanktionen gegen iranisches Öl verhängt, was die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern zusätzlich kompliziert. Trump wird in den kommenden Tagen eine Entscheidung über die Lockerung dieser Sanktionen treffen. "Ich sagte, ich will über diese Dinge nicht sprechen", erklärte Trump bezüglich der Verteidigung Taiwans.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!